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Gratwanderung
Erinnerungen an Jewgenia Ginsburg

2015, 50 Minuten (Kamera: Mario Damolin; Ton: Alexandra Vetter; Schnitt: Ute Schick)

Bild: Uni Heidelberg

Die 68-jährige ehemalige russische Schauspielerin Antonina Axenova begibt sich im Spätsommer 2014 auf eine Recherche-Reise. Von Frankfurt aus, wo sie an einer deutsch-russischen Schule Kindertheaterstücke inszeniert, fährt sie in das ost-sibirische Magadan, der Hauptstadt des ehemaligen Kolyma-Gulag. Axenova ist dort 1947 im Lager geboren, genaues Geburtsdatum und leibliche Mutter bleiben unbekannt. In einem Kinderheim kommt die Zweijährige mit der russischen Schriftstellerin und Professorin Jewgenia Ginsburg in Kontakt, die gerade zwölf Jahre Gefängnis, Lager und Zwangsarbeit hinter sich hat. Ginsburg adoptiert die Zweijährige und zieht mit Ehemann und Kind nach weiteren fünf Jahren Verbannung nach Moskau. Antonina Axenova sammelt seit Jahren Fotos, Schriften sowie weiteres Archivmaterial zum Leben ihrer Adoptivmutter. In dieser letzten Reise zum Ort ihrer Kindheit besucht sie auch jene Plätze, die den Leidensweg von Jewgenia Ginsburg markieren. Die Reise endet im Moskauer Sowremennik-Theater, wo seit Jahrzehnten die Theaterversion der berühmten Ginsburg-Memoiren „Gratwanderung“ aufgeführt wird.

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